• monika sintram-meyer

Ein digitaler Tag – Teil 1

Ich schreibe fast täglich, was ich mit meinen digitalen Geräten mache. Falls Sie denken sollten, ich mache immer nur diese dort beschriebene Sache, irren Sie sich. Deshalb habe ich mich heute Vormittag entschieden, einen ganzen Tag zu beschreiben. Mir ist der Umgang inzwischen so selbstverständlich geworden, dass mir Vieles gar nicht mehr bewusst ist.

Nach dem Aufwachen habe ich ca. 15 Minuten, noch im Bett liegend, in meinem E-Book gelesen.

Nach dem Frühstück stellte ich mein Smartphone sowie das Tablet ein. Ich sah, dass ich eine Mail aus Asien bekommen habe. Es war der richtige Moment, diese auf dem Tablet zu beantworten. Am Freitag hatte ich Makro-Fotos von Insekten gemacht. Zurzeit läuft wieder der sogenannte Insektensommer, ähnlich der Vogelzählung. Ein Foto der Blutroten Heidelibelle fand ich besonders gelungen. Den Link zum Bild in der Cloud verschickte ich mit der Antwort.

Eine weitere E-Mail kam aus Frankreich und entsprechend war auch die Sprache. Ich habe schon berichtet, dass ich Geocaching mache, wobei man unterwegs ist und „Dosen“ sucht. Das Gegenteil davon ist auch möglich ist: Man schickt einen sogenannten Trackable auf Reisen. Ich habe eine Biene (ähnlich einer Medaille) vor Jahren mit einem „Kofferanhänger“ auf Reisen geschickt. Darauf äußerte ich den Wunsch, ein Foto von Blumen oder Blüten mit zu veröffentlichen. Nun war wieder eines angekommen. Vermutlich handelt es sich um die Alpen-Pestwurz. Ich bekam Fernweh nach Frankreich, nach der Auvergne. Ich schrieb der unbekannten Person, bedankte mich und teilte mit, wie gerne ich auch dort wäre. Ich kann zwar ein wenig französisch, nutzte aber zur Sicherheit den Google-Übersetzer. Den Text eingegeben, deutsch wurde erkannt und als Ausgabe französich gewählt – et voilà – es war übersetzt und es entsprach sogar in etwa meinem vorher überlegten Text. Kopiert, eingefügt und Abflug.

Dann ging es erst einmal zum Einkaufen, wo ich "Kartenzahlung" zur Kassiererin sagte und mit dem Smartphone zahlte. Ich fuhr einen kleinen Umweg, um in einer zauberhaften Landschaft mit dem Hund kurz zu gehen. Am Wegrand eine Blühpflanze, vermutlich ein Storchschnabel. Die App Flora Incognita sagt mir, ohne weitere Optionen, dass es sich um den Pyrenäen-Storchschnabel handelt. Es ist hier zwar etwas hügelig am Wallberg, aber Pyrenäen? An einem anderen Standort wiederholte ich die Bestimmung - Pyrenäen! Zuhause las ich die Beschreibung zu dieser Pflanze: Ein Neophyt, eine zugewanderte Pflanze. Alles klar.



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