Passwörter erstellen und verwalten - ganz analog
- monika sintram-meyer

- 4. Okt.
- 2 Min. Lesezeit
Seit vielen Jahren begleiten mich zahlreiche Passwörter. Und es kommen immer mehr dazu, obwohl ich mich nicht überall registriere. Wer aber seine Finanzen, Verwaltung, Steuer, Ver- und Entsorger und zahlreiche andere Stellen digital verwaltet, benötigt jeweils ein Passwort. Und diese müssen immer sicherer werden.
Bei der Auswahl und dem Notieren des Passwortes sollte man äußerst sorgfältig vorgehen. Man sollte sich das Passwort genau überlegen und sich ansehen, welche Kriterien es zu erfüllen hat. Wo will man es notieren und sicher aufbewahren? Das ist keine Entscheidung, die man eben schnell so nebenbei machen sollte.
Während ich zu Beginn ein kleines Oktavheft hatte, bin ich, weil Änderungen notwendig wurden sowie viele neue dazukamen, auf Post-It-Zettel umgestiegen. Ich ordne sie nach Kategorien mit Büroklammer und habe sie an einem sicheren Ort verwahrt. Aber was ist wirklich sicher? Es gibt zahlreiche digitale Anbieter, die Passwörter sicher speichern. Machen wir uns nichts vor: Absolute Sicherheit gibt es nicht.
Zahlreiche "böse" Mails und heute der Beginn des Hackens meines Telekom-Kontos waren für mich Anlass ein neues Passwort zu erstellen. Bei der Telekom sind inzwischen Passwörter aus 12 bis 64 (!) Zeichen erforderlich.
Ich habe mir angewöhnt, einen ziemlich blöden Satz unter Verwendung von Zahlen und Sonderzeichen zu bilden. Einen Satz und damit das Passwort kann man sich für kurze Zeit merken. Groß- und Kleinbuchstaben habe ich dann automatisch auch.
(Die Abbildung zeigt übrigens nicht mein neues Passwort.) Den alten Zettel habe ich weggeworfen. Auf dem neuen steht natürlich auch das Datum.
Ein Satz hat übrigens den Vorteil, dass es nicht zu Verwechslungen kommen kann. Wie oft habe ich bei Hilfestellungen erlebt, dass die Menschen nicht mehr wussten, ob ein Buchstabe klein oder groß geschrieben war. Ob es eine 0 oder ein großes O (in diesem Schriftbild ist es zu erkennen) ist. Und dann der Zusatz "neu" oder "alt" - nicht wirklich hilfreich. Das gleiche gilt für das Herumstreichen. NEU schreiben.
Und bitte nicht 1 Passwort für Alles. So macht man es Hackern leicht.
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Sinnvoll erscheinen mir auch kleine Karteikarten mit Loch und Ring (eigentlich zum Vokabellernen gedacht). Wer viele Passwörter hat wie ich, kann über die Farben kategorisieren. Und oben rechts ließe sich der Name - wie z.B. GOOGLE - schreiben und die Karten anschließend alphabetisch ordnen. Neue Karten und Änderungen können so gut hinzugefügt, nicht mehr gültige entfernt werden. So ist alles gut lesbar und aktuell.
Das bisher häufigste Passwort 12345678 ließe sich zumindest bei der Telekom nicht mehr verwenden, denn es erfüllt die Kriterien nicht.




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