• monika sintram-meyer

Sprachnachrichten – manchmal sinnvoll

Von meiner alten Freundin kam als Anhang per E-Mail eine Sprachnachricht. Ich war überrascht, freute mich aber ihre Stimme zu hören. Sie lebt in einer völlig anderen Zeitzone; auch unsere Tagesabläufe unterscheiden sich sehr stark. Eine Sprachnachricht hat gegenüber einem Telefongespräch außerdem den Vorteil, dass zuvor wichtige Punkte, die im direkten Gespräch oft vergessen werden, notiert werden können. Wie oft habe ich mit einer Freundin telefoniert, und das Gespräch wechselte zwischen uns beiden – jede erzählte etwas, worauf die andere dann einging. Das ist zwar schön, aber es werden dabei oftmals Themen vergessen, die berichtet werden sollten. Das ist mir schon oft passiert: Ich wollte doch erzählen, dass … Manchmal habe ich gleich danach angerufen und das Vergessene berichtet. Ich habe mir aber auch schon angewöhnt, Stichworte auf einen Zettel – ja, ganz analog; das kann ich auch – zu schreiben.

Gestern, als ich Entspannung auf einem Waldspaziergang suchte und fand, fiel es mir ein: Ich nehme jetzt eine Sprachnachricht auf. Auf den roten virtuellen Aufnahmeknopf des Diktiergerätes auf meinem Smartphone gedrückt und ich erzählte ein wenig von mir, dem Ort, an dem ich mich aufhalte, der schrecklichen vergangenen Nacht und dankte ihr für die Unterstützung aus der Ferne.

Nach dem Beenden der Aufnahme hat man eine Audio-Datei erstellt. Den Dateinamen kann man vor dem Speichern ändern (hinterher natürlich auch) und die Aufnahme anschließend verschicken. Wie bei Bildern drückt man etwas länger auf das Dateisymbol. Es erscheinen die üblichen Optionen: Bearbeiten, löschen und TEILEN. Dieses tippte ich, wählte E-Mail, Adresse gewählt und – Abflug.



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