• monika sintram-meyer

Navi von Google-Maps führt mich zu Fuß durch unübersichtliche Gegend

Jenseits einer Hauptstraße sowie der Bahnlinie befindet sich die Würzburger Weinlage Stein. An dieser fährt man mit dem Zug dicht vorbei, bevor dieser in den Hauptbahnhof einläuft. Oft gesehen, aber leider gibt es keinen Durchgang vom Bahnhof aus. Nun war ich für ein paar Tage in der Stadt und wollte in den Weinberg und von oben die Aussicht genießen. Aus der Karte wurde ich nicht schlau, also verwendete ich den Routenplaner von Googlemaps. Der Startpunkt war klar: STANDORT. Nun das Ziel - es gab keine Adresse. Ich wählte also den Modus: Auf Karte auswählen. Ich bewegte die Karte mit dem PIN, bis ich das Ziel markiert hatte. OK. Und nicht vergessen: FUßGÄNGERSYMBOL. Starten und Mikro an. Junge Leute stecken sich ihre über Bluetooth verbundenen Kopfhörer in die Ohren - ich die HÖRGERÄTE. Bildschirm ausgestellt. Smartphone in die Jackentasche, Rucksack auf dem Rücken. Die Hände bleiben frei. Alles sehr bequem. Wie ferngesteuert bewegte ich mich an der vielbefahrenen Straße entlang, bog ab, wenn Frau Google es mir vorschlug (ich habe es nicht als Befehl betrachtet, schließlich bin ich kein Roboter) und ging weiter. Schließlich kam die Bahnunterführung. Davon gibt es natürlich nur sehr wenige. Es war laut und es stank. Das bin ich kaum noch gewohnt. Hier war definitiv nicht der Weg das Ziel.

Danach musste ich noch einmal abbiegen, 2 Straßen kreuzen, bis Frau Google den erlösenden Satz sprach: "Gleich rechts abbiegen". Eine Treppe führte in den Weinberg und dort weitere nach oben.

Schließlich wurde ich mit einem schönen Ausblick auf die Stadt, den Main sowie die Festung Marienberg belohnt. Das Smartphone wurde noch einmal als Kamera benutzt. Auf dem Rückweg benötigte ich übrigens keine Unterstützung mehr.



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